FREIE PLÄTZE: Auf Anfrage

Pädagogisches Konzept

Bildung und Förderung in der frühkindlichen Phase

Für kleine Kinder ist der gesamte Tag ein spannender Lernprozess: es wird die Umgebung erforscht, verschiedenste Eindrücke werden verarbeitet und die Sinne werden ausgiebig getestet. Sie lernen viel über ihren Körper, die verschiedenen Arten von Kommunikation und imitieren das Verhalten von Erwachsenen sowie von anderen Kindern. Für eine gute Entwicklung ist es wichtig, die Kinder in einem behüteten Umfeld, immer wieder zu ermutigen neue Erfahrungen zu sammeln, um daraus langfristig zu lernen.

Ich möchte mit Ihrem Kind zusammen auf eine große Entdeckungsreise gehen, ihm viele Dinge näher bringen und seine Neugier wecken. Das Ziel ist dabei selbstständiger zu werden, um mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu erlangen. Kinder sollen lernen, dass durch ihre Handlungen und Ihre Kommunikation Reaktionen hervorgerufen werden, die dem Kind ermöglichen Einfluss auf seine Umwelt zu nehmen.

Mir ist es wichtig, ganz individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihres Kindes einzugehen, um es gezielt zu unterstützen.

Pädagogische Schwerpunkte

  • Liebevoller und respektvoller Umgang
    Die Kinder lernen in der Gruppe zu spielen, zu teilen und sich gegenseitig zu (be)achten. Sicher wird es mal einen Streit geben, aber dazu gehört es auch, sich wieder zu vertragen.
  • Förderung der Selbstständigkeit
    Sobald die Kinder motorisch dazu in der Lage sind, fördere ich die Eigenständigkeit im Alltag, z.B. Tischdecken, Schuhe aus- und anziehen oder unseren Jackentrick, das klappt alles oft früher als man denkt. Wenn das Kind die körperliche Reife erlangt hat, stehe ich ihnen auch beim Trocken werden zur Seite.
  • Spielerisches Lernen
    Im Spiel lernen die Kinder so viele Dinge, die für uns Erwachsene schon viel zu selbstverständlich sind. Schwerkraft, Formen, Farben, Geräusche, Materialen, Aktion und Reaktion sind die „Schulfächer“ der U3 Kinder.
  • Sprachförderung
    Durch Finger- und Reimspiele, Erzählen von Geschichten, Bilderbuchbetrachtung und dem sprachlichen Begleiten bei Handlungen fördere ich spielerisch die Sprachentwicklung ihres Kindes. Grundsätzlich ist es jedoch völlig normal, dass Kinder im gleichen Alter einen unterschiedlichen Stand in der Sprachentwicklung haben.
  • Positive Bestärkung durch Lob und Stärkung des Selbstbewusstseins
    Kinder sind stolz - stolz auf ihre gebauten Türme, stolz auf neu erlernte Dinge und stolz auf ihre Kunstwerke. Hier finden sie positive Beachtung für ihre Leistungen, wenn es mal nicht so klappt wie es sollte, unterstütze ich sie mit Zuspruch zum Neuversuch.
  • Vermittlung sozialer Kompetenzen
    Oft treffen Kinder in der Kindertagespflege zum ersten Mal regelmäßig auf Gleichaltrige. Sie müssen sich an die neue Situation gewöhnen und lernen wie man miteinander umgehen kann. Spielzeug und Aufmerksamkeit muss auf einmal geteilt werden, das ist für so einen kleinen Menschen eine enorme Herausforderung. Ich stehe den Kindern hier als „sicherer Hafen“ zur Seite und begleite sie zu einem liebevollen Miteinander.
  • Aufbau der individuellen Kreativität
    Hier wird getanzt, gebastelt und gemalt. Ob Kunstwerke mit Fingerfarbe, Buntstiften oder Wasserfarbe – hier darf geklekst werden und der Kreativität wird freien Raum gelassen.
  • ·        Gesundheit und Ernährung

    Bei mir steht den Kindern jederzeit Obst und Gemüse zur Verfügung. Mittags koche ich täglich ein abwechslungsreiches Gericht. Es muss nicht alles gegessen, aber es sollte alles probiert werden. Nur so lernen die Kleinen ihren Geschmack erst kennen. Zudem habe ich einen Gemüsegarten angelegt, hier erleben die Kinder, wo das Essen herkommt und wie es entsteht.

  • Bewegung und Natur

    Wenn das Wetter es zulässt, möchte ich mit den Kindern einen Teil des Vormittags draußen verbringen. Sei es im Garten oder zu einem Ausflug in die Natur. Beim Spaziergang Steine und Stöcke sammeln, in Pfützen springen oder auch mal im Wildpark die Tiere füttern

Ich möchte, dass die Kinder in der Gemeinschaft zu einem Team zusammen wachsen und lernen, sich und die anderen zu akzeptieren wie sie sind.
Gegenseitige Rücksichtnahme und das Erleben von Grenzen der Anderen, wird ein alltäglicher Begleiter sein.
Der Umgang mit Frustration, Ängsten, Sorgen der körperlichen und erzieherischen Grenzen, ist großer Bestandteil meiner Arbeit. Hierbei möchte ich jedes Kind anleiten, für sich einen Weg zu finden wie man lernt mit diesen Erfahrungen umzugehen.
Freies Spielen bedeutet, die Kinder dürfen ihr Spiel und das Spielzeug frei wählen und der Fantasie werden dabei keine Grenzen gesetzt, je nach Alter wird getrennt für sich oder sogar schon im Rollenspiel miteinander gespielt. Dabei stehe ich meist in einer beobachtenden Rolle, oder werde mit in das Spiel integriert, ich gebe aber keine Anweisungen der Art des Spieles vor und so entstehen die tollsten Situationen und Lernerfahrungen.

Bei mir dürfen alle Kinder in die Pfützen springen und sich im Garten einmal schön dreckig machen. Ich lege viel Wert auf bewegungsfreundliche und funktionelle Kleidung. Diese muss nicht dem neusten Stand entsprechen, sie sollte dreckig werden- und unter Umständen auch kaputt gehen dürfen.

Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Altersbedingt nehmen Bedürfnisse wie Schlafen, Körperpflege und Essen & Trinken einen großen Teil des Tagesablaufes ein. Deshalb möchte ich den Kindern einen transparenten Tages- und Wochenablauf vorgeben. In dem es feste Essenzeiten und Ruhephasen gibt.


Ein Tagesablauf sieht in etwa so aus:

08:00 - 08:15 Uhr  Bringzeit

08:15 - 08:30 Uhr  Erstmal ankommen, Begrüßungslied

08:00 - 09:00 Uhr  Frühstücken

09:00 - 11:15 Uhr  Freies Spiel/Garten/Ausflüge/Kreativität

11:15 - 11:30 Uhr  Vorbereiten zum Mittagessen, Hände waschen, Windeln wechseln

11:30 - 12:00 Uhr  Mittagessen

12:00 - 13:40 Uhr  Mittagsruhe, altersbedingt mit oder ohne Mittagsschlaf

13:40 - 14:00 Uhr  Abschiedsrunde, Abholzeit


Schlaf ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Im Schlaf der Kinder wird alles Erlebte verarbeitet und ist dadurch sehr wichtig für die psychische Entwicklung der Kleinen.

Ich werde in meiner Tagespflege kein Kind wachhalten, wenn ich merke, dass es die Schlafzeit am Mittag noch braucht. Ein Vormittag in der Kindertagespflege ist oft noch anstrengender als ein Tag zuhause, also auch wenn das Kind vielleicht am Wochenende keinen Mittagsschlaf mehr benötigt, kann es gut sein, dass es hier doch noch schlafen möchte. Genauso muss es aber auch nicht schlafen, wenn es sich nicht danach fühlt.
Dennoch wird, auch aus Rücksicht zu den schlafenden Kindern, eine Mittagsruhe eingehalten, d.h. es werden nur ruhige Aktivitäten wie Hörspiel hören, Bilderbuch/Geschichten betrachten, kuscheln o.ä. angeboten.

Sofern nicht vorher ausdrücklich mit mir abgesprochen, bitte ich Sie, während der Mittagsruhe nicht ihr Kind abzuholen. Ich habe in dieser Zeit die Klingel abgestellt und bin im Notfall dann nur über das Handy zu erreichen.


Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.

Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen einer und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.

Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei uns fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch mich betreuen zu lassen.

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Eine gute und offene Zusammenarbeit zwischen Eltern und mir ist für das Kind und seine Entwicklung sehr wichtig. Durch die kleine Gruppengröße haben wir in jeder Bring- und Holsituation ein bisschen Zeit über den Tag und die Erlebnisse zu sprechen. Für intensiveren Austausch sprechen Sie mich einfach an und wir suchen nach einem gemeinsamen Termin.

Besprechen werden wir fortlaufend organisatorische Aspekte, Entwicklungsschritte und spezifische Fragen zum Kind in der Gruppe. Sie als Eltern können mich auch zu pädagogischen Sachen fragen – ich teile mein Wissen und meine Erfahrungen gerne mit Ihnen. Ich weiß, dass auch die Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und dass es dabei vielfältige Fragen gibt.

Die Entwicklung des Kindes wird dokumentiert

Während der gesamten Betreuungsdauer werde ich die Entwicklung der Kinder stets im Auge behalten und auch dokumentieren. Sollte es Auffälligkeiten geben, werde ich diese natürlich mit Ihnen besprechen um gemeinsam eine Lösung zu finden oder Sie an weitere Ansprechstellen weiterzuleiten. Für besondere Entwicklungsschritte (z.B. Erste Schritte, Schnullerfrei, Töpfchentraining…) bekommen die Kinder von mir symbolisch eine bunte Urkunde. Zudem werde ich einige Momente bei mir bildlich festhalten und auch ein paar der Kunstwerke der Kinder sammeln und zum Abschied eine schöne Erinnerungsmappe fertigen.